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Zypern: Insel der Kulturen

Zypern liegt im östlichen Mittelmeer und war über Jahrtausende ein Treffpunkt verschiedener Völker, Religionen und Handelswege. Heute lässt sich diese Geschichte in antiken Städten, Kirchen, Klöstern und Bergdörfern des stark christlich-orthodox (Griechisch-Orthodoxe Kirche) geprägten Südzypern erleben.

23. August 2026 AC Consulting Redaktion
Kirche Kloster

Woher kommt der Name Zypern? 

Die griechische Bezeichnung der Insel lautet Kypros, lateinisch Cyprus. Der Name wird häufig mit den reichen Kupfervorkommen Zyperns verbunden. Bereits in der Antike wurde das Metall von der Insel in viele Regionen des Mittelmeerraums exportiert. Auch das lateinische cuprum – der Ursprung des englischen Wortes copper und des deutschen Wortes „Kupfer“ – wird traditionell mit Zypern in Verbindung gebracht. Der Inselname erinnert damit möglicherweise an ihren wichtigsten Rohstoff und ihre frühe Bedeutung als Handelsplatz. 

Eine Insel mit vielen kulturellen Schichten 

Die ersten Siedlungen entstanden bereits in der Jungsteinzeit. Ein besonders eindrucksvolles Zeugnis ist Choirokoitia im Süden Zyperns. Die neolithische Siedlung mit ihren runden Häusern gehört seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Später prägten unter anderem Griechen, Phönizier, Assyrer, Ägypter, Perser und Römer die Insel. In der Bronzezeit machte vor allem der Kupferhandel Zypern zu einem wichtigen Bestandteil der mediterranen Handelswelt. Die griechische Kultur hinterließ besonders in Paphos deutliche Spuren. Die Stadt war ein Zentrum des Aphroditekults. Zum UNESCO-Welterbe gehören die antike Stadt Nea Paphos, römische Mosaike und die Tombs of the Kings (Königsgräber). Die Darstellungen aus der griechischen Mythologie zählen zu den bedeutendsten antiken Kunstwerken der Insel. Unter römischer und später byzantinischer Herrschaft entstanden Straßen, Theater, Villen, Kirchen und Klöster. Danach folgten weitere prägende Epochen unter den Lusignans, Venezianern, Osmanen und Briten. Burgen, Stadtmauern und koloniale Gebäude erinnern bis heute an diese wechselvolle Geschichte. 

Das heutige Südzypern ist christlich orthodox (Griechisch orthodoxe Kirche) geprägt und fest in traditionellen Werten verankert! Diese Bodenständigkeit verleiht der Demokratie feste Wurzel!

Die bemalten orthodoxen Kirchen im Troodosgebirge

Eine besondere UNESCO-Welterbestätte sind die Painted Churches  in der Troodos Region/Troodos Gebirge. Sie umfasst zehn Kirchen und Klöster mit wertvollen byzantinischen und nachbyzantinischen Wandmalereien. Von außen wirken die Gotteshäuser oft schlicht. Im Inneren beeindrucken sie mit Fresken, Ikonen und Darstellungen aus dem Leben Christi und der Heiligen. Zu den bekannten Kirchen gehören unter anderem: 

• Agios Nikolaos tis Stegis bei Kakopetria 

• Panagia Phorviotissa in Asinou 

• Archangelos Michael in Pedoulas 

• Agios Ioannis Lampadistis in Kalopanagiotis 

Die Kirchen liegen in verschiedenen Bergdörfern und lassen sich gut mit einer Fahrt durch das Troodosgebirge verbinden.

Das Kloster Kykkos 

Das Kloster Kykkos ist eines der bekanntesten orthodoxen Klöster Zyperns. Es liegt auf rund 1.300 Metern Höhe im westlichen Troodosgebirge und wurde im späten 11. Jahrhundert gegründet. Das Kloster ist der Jungfrau Maria gewidmet. Besonders verehrt wird eine Marienikone, die nach orthodoxer Überlieferung dem Apostel Lukas zugeschrieben wird. Mosaike, Wandmalereien und Ikonen machen Kykkos zu einem bedeutenden religiösen und kunsthistorischen Ort. Kykkos gehört nicht zur UNESCO-Welterbestätte der bemalten Kirchen, lässt sich aber sehr gut mit deren Besichtigung und einer Rundfahrt durch die Bergdörfer verbinden. 

Drei UNESCO-Welterbestätten 

Die Republik Zypern verfügt über drei UNESCO-Welterbestätten: 

1. Paphos – antike Heiligtümer, Mosaike und Königsgräber 

2. Choirokoitia – eine neolithische Siedlung aus dem 7. Jahrtausend vor Christus 

3. Bemalte Kirchen im Troodosgebirge – byzantinische Kirchenkunst in einer einzigartigen Berglandschaft 

Fazit 

Zypern ist ein lebendiges Geschichtsbuch. Der mögliche Bezug des Namens zum Kupfer verweist auf die frühe Bedeutung der Insel als Handelsplatz. In Paphos, Choirokoitia und im Troodosgebirge begegnen Besucher den kulturellen Spuren vieler Jahrtausende – von der Jungsteinzeit über die griechische und römische Antike bis zur byzantinischen Orthodoxie.